In New York fand Donald Trump sehr klare Worte für die europäische Malaise, die vorerst noch auf den Westen des Kontinents beschränkt ist: Europa sei in ernsthaften Schwierigkeiten seit der nie zuvor gesehenen „Invasion einer Streitmacht illegaler Ausländer“, gegen die bis heute niemand etwas tue. Doch das sei langfristig nicht tragbar, sei nicht nachhaltig. Mit anderen Worten: Die Invasion führt zu einer Gesellschaft, die sich langfristig nicht erhalten kann. Es ist ein schwarzer Ausblick für Westeuropa, den Trump mit Bemerkungen zu Sadiq Khan verband. Trump hält Khan für den schlimmsten Bürgermeister, den man sich vorstellen kann.
Mit Khan gehe London in Richtung Scharia, sagte Trump kurz und knapp. Er brauchte keine Phantasie für diesen Satz. Im Unterhaus sagte eine Abgeordnete jüngst, dass man Scharia-Gerichte im Namen britischer Werte tolerieren müsse. Hinzu kommt: Muslime haben sich in weiten Teilen des Landes angesiedelt und ersetzen dort dank einer schmalbrüstig lokal organisierten Polizei auch die Ordnungskräfte. Das ist die Realität, die hinter den Grooming-Gangs steht und sie ermöglicht hat. Trump sagt: „Ich schaue mir London an, wo es einen furchtbaren Bürgermeister gibt. Die Stadt hat sich so verändert.“
Von Khan gibt es eine unglaublich verdruckste Reaktion auf Trumps Worte. Er legt nahe, dass Trump islamfeindlich sei, traut sich aber nicht, diesen Vorwurf ins Zentrum seines Interviews zu stellen. Auf Nachfrage nennt er Trump „rassistisch, sexistisch, frauenfeindlich und islamfeindlich“. Darunter geht es anscheinend nicht. Vor allem verhüllt Khan damit den Hauptpunkt seines Interviews, der offenbar dem Vorwurf gilt, dass Trump die Durchsetzung des Islams in London und Großbritannien in seiner Rede zur UN-Generaldebatte offen kritisiert hat. Khan stehen derweil neue Enthüllungen zur Londoner Seite der Grooming-Gangs bevor, davon gehen Beobachter aus.
Es war überhaupt eine Rede voller Glanzlichter und dezenter Tritte vors Schienbein – etwa, als Trump den Chinesen vorwarf, dass sie ihre Windräder zwar massenhaft in die Welt verkaufen, ohne aber selbst welche bei sich aufzustellen. Die Chinesen quittierten es mit einem unterschwellig beleidigten, ertappten Gesichtsausdruck. Aber auch dieser Ausflug nach China war eigentlich ein Beitrag zum Thema europäische Malaise, Malaise des Westens. Denn Europa kauft die Windräder.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










