Die seltsamen Comedy-Ausflüge von Corona-Schreck Karl Lauterbach

vor etwa 9 Stunden

Die seltsamen Comedy-Ausflüge von Corona-Schreck Karl Lauterbach
Bildquelle: NiUS

Was da am Mittwochabend beim Deutschen Fernsehpreis 2026 auf RTL über die Bildschirme flimmerte, kam manchen vor wie ein Fiebertraum zum Fremdschämen: Karl Lauterbach, in den entscheidenden Corona-Jahren mächtiger und allgegenwärtiger Panik-Superspreader, versuchte sich an der Seite von Annette Frier als lustiger Kerl im roten Cape im Stil der TV-Show „Die Verräter“.

Bei diesem Anblick haben sicherlich viele bitter aufgelacht, die sich noch vor wenigen Jahren von ebenjenem Lauterbach verraten fühlten. Denn irgendwie wird den Deutschen anstelle einer Aufarbeitung dieser Jahre der 63-Jährige immer wieder als lustiger Kerl verkauft.

Es passt zum falsch verstandenen Bildungsauftrag vieler Medien, dass sich im Kölner Saal unter den rund 1.000 geladenen Gästen viele politische Gleichgesinnte trafen, dass gefühlt vor allem Formate nominiert und ausgezeichnet wurden, die es nie aus der Mitte des Meinungstunnels heraus geschafft haben. Im immer irrelevanter werdenden Medium Fernsehen sind sich alle erschreckend einig – wer anders denkt, schweigt.

Der mit einem Preis für Beste Information ausgezeichnete Markus Lanz appellierte – offensichtlich in Anspielung auf den aktuellen AfD‑Wahlerfolg – man möge alles, was da jetzt kaputtgehe, später ganz lässig wieder aufbauen. Tosender Applaus.

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