Iran brennt – Europa schaut weg

vor 6 Monaten

Iran brennt – Europa schaut weg
Bildquelle: Tichys Einblick

2015 haben sich acht Staaten und Organisationen – allen voran EU und Deutschland – geradezu aufgedrängt, das Abkommen über das iranische Atomprogramm unter Dach und Fach zu bekommen. Ein Vertrag, der längst im Orkus der Geschichte verschwunden ist. In diesen Tagen nehmen die Proteste des iranischen Volkes gegen das Mullah-Regime dramatisch zu und Europa – Deutschland mitten drin – hält sich vornehm zurück, schaut weg. Keine Demos gegen die Mullahs, keine Lichterketten sind zu sehen.

Der Sohn des letzten Shah von Persien, Reza Pahlavi, versucht mit geschickter Hand aus dem Exil in Washington D.C., die Anti-Mullah-Bewegung in seiner Heimat zu unterstützen. Tätige Hilfe hat er aber nur noch von den USA und Israel zu erwarten. Von Deutschlands Außenminister Johann Wadephul, der von seinen Kritikern inzwischen den Vornamen „Annalena“ verpasst bekommen hat, ist aktuell ebenso wenig Vertiefendes zu vernehmen wie von den Massenmedien. Seine Außenpolitik schließt sich fast nahtlos an die seiner grünen Vorgängerin Baerbock an.

Der Iran ist Kummer gewohnt. Was aber in diesen Tagen in rund 170 Städten und Regionen abläuft, ist eine ernstzunehmende Mischung von Zugriff auf das Öl und die Vertreibung der aggressiven, shiitischen Machthaber. Innenpolitisch geht das Volk auf die Barrikaden, weil die Kühlschränke leer sind, Benzin knapp und teuer ist und die Mieten unbezahlbar wurden. Die USA und Israel unterstützen das Aufbegehren des Volkes, weil sich damit die Chance auftut, die hegemonistischen Absichten des Mullah-Regimes im Nahen und Mittleren Osten endgültig zu zerschlagen. Die Ayatollahs haben in den letzten 40 Jahren rund um Israel ein Terrornetz aufgebaut und dafür hunderte von Ölmilliarden, die dem persischen Volk gehören, in Jemen, Syrien, Libanon, Gaza und im Irak verprasst. Dieses Netz ist während des Gazakrieges im vergangenen Jahr von Israel mit Unterstützung der USA so gut wie zerschlagen worden. Die Mullahs müssen erkennen: Die Investition war ein Fehlgriff.

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