Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Verordnung durchgewunken, die den Führerstand von Lkw und Bussen in Deutschland für die halbe Welt öffnet – inklusive Prüfungen in Hocharabisch. Berufskraftfahrer dürfen die beschleunigte Grundqualifikation künftig nicht nur auf Deutsch, sondern in acht Sprachen ablegen.
Die neue Verordnung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten: Wer bisher an der deutschen Prüfung verzweifelt ist, darf künftig auch auf Englisch, Hocharabisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch die Fragen beantworten. Dazu kommen noch erleichterte Umtauschregelungen für Führerscheine aus Drittstaaten, das ist speziell für Kraftfahrer aus der Ukraine und Montenegro von Bedeutung. Die Verordnung soll noch 2026 in Kraft treten, berichtet dazu die WELT.
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) verkauft das als großen Wurf und als wichtige Initiative gegen einen dramatischen Fahrermangel. „Ohne unsere Berufskraftfahrer würde Deutschland stillstehen“, meinte er. Tatsächlich fehlen laut Branchenverbänden wie dem BGL aktuell 70.000 bis 120.000 Fahrer. Jährlich gehen Zehntausende in Rente, Nachwuchs kommt kaum nach. Lieferketten wackeln, Buslinien werden ausgedünnt, die Preise steigen.
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