Bei Illner: Neue Sanktionen gegen Russland, aber kein Friede in Sicht

vor 9 Monaten

Bei Illner: Neue Sanktionen gegen Russland, aber kein Friede in Sicht
Bildquelle: Tichys Einblick

Es ist Herbst in Deutschland und Stürme fegen über das Land. Im politischen Berlin fegt gerade ein Sturm über Friedrich Merz wegen seiner Aussagen über das deutsche Stadtbild. Eigentlich ist die tagelange Diskussion um die Aussagen des Bundeskanzlers ein zwingendes Thema für die donnerstägliche Illner-Runde. Doch Illner und ihre Redaktion lassen die Empörung um Merz links liegen und widmen sich lieber zum tausendsten Mal dem Krieg in der Ukraine. Große Veränderungen, die zu besprechen wären, gibt es nicht.

Für den Zuseher ist der Talk daher eine Verschwendung seiner Sendezeit. Auch weil Illner und ihre Redaktion es tunlichst vermeiden, interessante neue Gesprächspartner in ihre Sendung zu holen. Zum Thema Ukraine sitzen die immergleichen Politiker und Experten am Tisch wie die Wochen zuvor. Immer dasselbe Thema mit den immergleichen Gästen ist auf die Dauer kein vernünftiges Sendekonzept. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat den Auftrag, für ein breites und vielfältiges politisches Programm zu sorgen. Der Talk bei Illner sorgt nur allzu selten für ein solches Programm. Die Verantwortlichen vom ZDF sollten das Sendekonzept daher künftig überarbeiten, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden wollen.

Sanktionen sind in der internationalen Politik ein gern verwendetes Instrument. Sie zu beschließen, geht meistens sehr schnell, und sie täuschen Handlungswillen vor. Große Wirkung haben Sanktionen in den seltensten Fällen. Das sozialistische Kuba und das kommunistische Nordkorea sind seit Jahrzehnten von Sanktionen betroffen und existieren immer noch. Seit dem Beginn des russischen Angriffs in der Ukraine haben die EU und andere westliche Staaten diverse Sanktionen gegen Russland verhängt. Bis jetzt konnte Russland damit bestens umgehen und die Sanktionen haben der russischen Wirtschaft nur wenig geschadet.

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