Warum die Huthis zum echten Problem geworden sind

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Warum die Huthis zum echten Problem geworden sind
Bildquelle: NiUS

Die vom Iran unterstützte Islamisten-Miliz aus dem Jemen bedroht zunehmend die freie Schifffahrt und den internationalen Handel. Wie gefährlich sind die Huthis wirklich und was ließe sich gegen sie tun?

In den vergangenen Tagen haben die Huthis ihren Einfluss an der gesamten jemenitischen Küste am Roten Meer massiv ausgeweitet, unter anderem die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka und Gebiete bzw. eine Insel nahe der Bab-al-Mandab-Meerenge unter ihre Kontrolle gebracht. Das ist die schmale Meerenge zwischen Jemen und Afrika, durch die ein erheblicher Teil des Schiffsverkehrs zwischen Asien, Europa und dem Mittelmeer läuft.

Die Huthis versuchen damit, aus ihrer geografischen Lage strategischen Druck auf den internationalen Handel und auf Saudi-Arabien zu machen, das sie auch mit Drohnen und Raketen angegriffen haben. Besonders problematisch ist, dass parallel eine wichtige saudische Ost-West-Ölpipeline durch Drohnenangriffe beschädigt wurde. Saudi-Arabien musste den Betrieb zeitweise reduzieren bzw. stoppen. Diese Pipeline ist gerade deshalb wichtig, weil sie Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer transportiert und damit die Straße von Hormus umgeht.

Huthi-Unterstützer mit Nachbildungen von Raketen und Drohnen.

Man darf sich die Huthis nicht wie eine Gruppe von ein paar tausend Rebellen vorstellen, die mit Kalaschnikows in den Bergen sitzen. Die Miliz soll über 200.000 Kämpfer verfügen. Und sie besitzen unter anderem ballistische Raketen mit Reichweiten von mehreren hundert Kilometern und teilweise deutlich darüber, dazu ein erstaunlich leistungsfähiges Arsenal an Drohnen.

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