Huntingdon: Eine Gewalt-Epidemie, die sich wie Terror anfühlt

vor 9 Monaten

Huntingdon: Eine Gewalt-Epidemie, die sich wie Terror anfühlt
Bildquelle: Tichys Einblick

Nach dem Messerangriff in einem Regionalzug von Peterborough nach London am Samstagabend kämpfen noch immer zwei von elf schwer Verletzten um ihr Leben. Vorausgegangen waren Szenen des Chaos. In einigen Waggons war alles voller Blut. Ein älterer Mann hatte sich einem Angreifer in den Weg gestellt, als dieser ein junges Mädchen angreifen wollte, und trug Verletzungen an Kopf und Hals davon. Ein weiterer Mann, der sich einem Angreifer in den Weg stellte, wurde in die Brust gestochen.

Der Zug hielt außerplanmäßig in dem Örtchen Huntingdon, kurz hinter Peterborough in Cambridgeshire. Opfer mit Stichwunden schleppten sich auf den Bahnsteig, auch sie waren voller Blut. Fahrgäste hatten sich in den Toiletten des Zugs versteckt. Einige wurden niedergetrampelt beim Versuch zu fliehen. Fahrgäste rannten durch die Waggons, um den Angreifern zu entkommen, und informierten so andere über die Attacke. Indessen gab es eine Durchsage des Zugpersonals, die von einem „Vorfall“ sprach und empfahl, dass die Passagiere für ihre Sicherheit sorgen, was einige als besonders beängstigend empfanden: „We are aware there is an incident… just keep yourselves safe.“ Andere hatten den Angriff für einen Halloween-Scherz gehalten.

Als der Zug in Huntingdon hielt, hämmerten die Passagiere an die Türen. Als die sich öffneten, strömten sie hinaus. Einige sammelten sich im Bahnhofsgebäude, andere rannten weiter um ihr Leben, erreichten Wohnhäuser, klingelten und wurden eingelassen, wie der Telegraph berichtet.

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