Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat den Leiter ihres Kernkraftreferats ausgetauscht. Das von ihr neu geschaffene Referat hatte die CDU-Politikerin zunächst Micha Sygusch anvertraut, der zuvor das Ministerbüro ihres Amtsvorgängers Robert Habeck geleitet hatte. Diese Personalentscheidung stieß auf Verwunderung. Denn der Grüne Habeck ist nicht gerade als Befürworter der Nuklearenergie bekannt. Im Gegenteil: Er sorgte dafür, dass Deutschland trotz Energiekrise den Atomausstieg vollendete und seine Spitzenreaktoren zerstören lässt.
Reiche, die einem Wiedereinstieg offen gegenübersteht, hat Sygusch nun innerhalb des Wirtschaftsministeriums versetzt. Sein Nachfolger ist Lutz Reimers, den die Ministerin aus dem Bundeskanzleramt geholt hat. Reimers leitete dort das Referat „Innovation; Industrie; regionale Wirtschaftspolitik und Strukturwandel; Digitale Wirtschaft“. Bereits in dieser Funktion hatte der promovierte Ökonom mit dem Zukunftsthema Kernfusion zu tun. Aus Ministeriumskreisen hörte Apollo News, dass der neue Referatsleiter der Kernkraft gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen sei.
Die Entwicklung der Kernfusion zu begleiten soll ein Schwerpunkt seines neuen Referats „Kerntechnologie; innovative Erzeugungstechnologien“ im Wirtschaftsministerium sein. Als zweiter Schwerpunkt sind neue Entwicklungen der klassischen Kernspaltung vorgesehen. Vor allem der Trend zu Small Modular Reactors (SMR) – das sind kleinere, aus seriengefertigten Modulen bestehende Reaktoren – soll im Bundeswirtschaftsministerium beobachtet werden.
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