Nach dem Scheitern Deutschlands bei der Abstimmung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hat sich die Kritik an der früheren Außenministerin Annalena Baerbock deutlich verschärft, insbesondere aus afrikanischen Ländern. Im Umfeld eines Treffens führender afrikanischer Politiker in Nairobi äußerte sich Botswanas Ex-Präsident Mokgweetsi Masisi kritisch zur deutschen Außenpolitik während ihrer Amtszeit.
In einem Gespräch mit Bild erklärte Masisi: „Vielleicht hätte sich Frau Baerbock darauf konzentrieren sollen, ihre Arbeit in der deutschen Diplomatie zu erledigen, anstatt zu versuchen, Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten zu bauen haben, und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollen.“ Er ergänzte: „Vielleicht hätte Deutschland dann mehr Stimmen aus Afrika für den UN-Sitz erhalten.“
Seine Vorwürfe zielten vor allem auf den Umgang Deutschlands mit afrikanischen Staaten. Masisi sprach von einem „herablassenden und respektlosen Verhalten“ Deutschlands und deutete an, dass sich das Verhältnis inzwischen verbessere. Wörtlich sagte er: „Ich fühle mich besser und zuversichtlicher in unseren Beziehungen zu Deutschland, jetzt, wo Frau Baerbock aus dem Amt ist.“ Auf die Frage nach dem Abstimmungsverhalten Botswanas wollte er nicht eingehen und antwortete lediglich: „Kein Kommentar!“
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