Die Grünen wollen mögliche Verbindungen zwischen christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremisten untersuchen lassen. In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung nimmt die Fraktion dabei nicht nur einzelne vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierungen in den Blick, sondern auch den Bundesverband Lebensrecht, den jährlich stattfindenden „Marsch für das Leben“ sowie bekannte christliche Influencer.
In der Bundestagsdrucksache mit dem Titel „Mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus in Deutschland“ fragen die Grünen nach „ideologischen, personellen und finanziellen Verbindungen“ zwischen christlich-fundamentalistischen Akteuren, der AfD und rechtsextremen Organisationen. Auch mögliche Kontakte in das Umfeld der amerikanischen MAGA-Bewegung werden thematisiert.
Auffällig ist der Fokus auf die Lebensschutzbewegung. Die Grünen wollen von der Bundesregierung wissen, welche Erkenntnisse sie über Struktur, Finanzierung und internationale Vernetzung des Bundesverbands Lebensrecht besitzt. Zudem fragen sie nach dem „Mobilisierungspotenzial des sogenannten ,Marsch für das Leben‘ für das christlich-fundamentalistische Milieu mit möglichen Anknüpfungspunkten zum Rechtsextremismus“. Der Bundesverband Lebensrecht organisiert seit Jahren den „Marsch für das Leben“, bei dem tausende Teilnehmer gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstrieren.
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