Gewalt gegen Polizisten: NDR-Format „Klar“ erwähnt Migration nicht

vor 3 Monaten

Gewalt gegen Polizisten: NDR-Format „Klar“ erwähnt Migration nicht
Bildquelle: NiUS

In einem 30 Minuten langen Beitrag wird nur 90 Sekunden lang islamistische Gewalt gegen Polizisten thematisiert – und auch noch von einer „Expertin“ relativiert. Die kommt natürlich auch aus einer bestimmten Ecke. Zuwanderung als relevanter Faktor der polizeifeindlichen Gewalt wird komplett ausgeblendet.

Im September 2025 warf der NDR die „Klar“-Moderatorin Julia Ruhs raus. Schon die erste Folge, die sie mit den Worten „Was jetzt kommt, wird nicht allen gefallen – muss es auch nicht“ anmoderiert hatte, hatte Proteste ausgelöst. Ruhs hatte es gewagt, in dem Beitrag „Migration – Was falsch läuft“ auch die durch Zuwanderung ausgelösten Gewalttaten anzusprechen.

Das war vielen schon Grund genug, der damals 31-Jährigen, die dafür bekannt war, im Gegensatz zu anderen öffentlich-rechtlichen Journalisten bei Themen wie Migration eine kritische Haltung einzunehmen, die „Verletzung einer Reihe von Grundsätzen unserer journalistischen Arbeit“ vorzuwerfen. Während die Zuschauer sich freuten, endlich eine ehrliche Zustandsbeschreibung zu sehen zu bekommen, liefen die Kollegen gegen Ruhs Sturm.

Polit-Agitator Jan Böhmermann griff das Format in seiner ZDF-Sendung auf und sprach von „rechtspopulistischem Quatsch“, Anja Reschke meinte, die Sendung sei „ein bisschen rechtsextrem“ gewesen. Hamado Dipama, Mitglied des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks, schrieb auf Instagram über den Ruhs-Rausschmiss: „Die Unterwanderung durch Rechte und Neofaschisten in öffentlich-rechtlichen Medien muss gestoppt werden.“

Nach linkem Shitstorm vom NDR abgesägt: Julia Ruhs.

Die vermeintlichen Kollegen rotteten sich zusammen und erreichten, dass der Sender Julia Ruhs „abschoss“: Der NDR verfügte, dass sie künftig nur noch die vom Bayerischen Rundfunk produzierten Ausgaben von „Klar“ moderieren werde. Ersatz wurde gefunden: „Mit Tanit Koch haben wir eine versierte Journalistin und meinungsstarke Moderatorin für ‚Klar‘ gewonnen“, sagte die stellvertretende Programmdirektorin. Koch, Ex-Chefredakteurin der Bild, Ex-Chefredakteurin der Mediengruppe RTL Deutschland und heute beim Focus tätig, gilt nicht als politisch linksdrehend. Man durfte also gespannt sein, wie sie das Thema „Zielscheibe Polizei: Pöbeln, Hass und Gewalt“ angehen würde.

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