„Die Witze gehen auf deine Kosten. Immer. – Auch so beginnt Gewalt“, prangt in rosa Großbuchstaben auf einem Werbeplakat am Central, einem Platz in Zürich. Darunter sind die Telefonnummer einer Opferhilfe mit der Aufforderung „Hol dir Hilfe“ und ein QR-Code abgebildet, der direkt zur Webseite der Kampagne „Gleichstellung verhindert Gewalt“ führt. Es handelt sich dabei um ein neues Projekt des staatlichen Schweizer „Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann“ (EBG).
Ziel des Projekts sei es, „einer breiten Öffentlichkeit die Botschaften zur Prävention dieser Gewaltformen zu vermitteln und die bestehenden Hilfsangebote bekannt zu machen“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Schweizer Bundesrats. Auf der Seite der Kampagne wird erklärt: „Gewalt beginnt früher, als du denkst“. Man solle daher bereits darauf achten, welche Witze man macht: „Ein Witz war für jemanden verletzend und abwertend“.
Auch „ein anzüglicher Spruch“ würde Menschen „verunsichern“, heißt es auf der Seite. „Selbst wenn es nicht in voller Absicht geschieht: Diese Verhaltensweisen sind nicht in Ordnung. Sie verletzen.“ Dies könne den Boden für „schwerwiegendere Grenzverletzungen“ ebnen, „bis hin zu körperlichen Übergriffen“, warnt die Kampagne.
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