„Generationenvertrag“– Warum noch mitmachen und zahlen für Rente und Gesundheit?

vor 8 Monaten

„Generationenvertrag“– Warum noch mitmachen und zahlen für Rente und Gesundheit?
Bildquelle: Tichys Einblick

Vielleicht gibt es sie ja doch noch, wird sie es doch noch einmal geben, die Opposition. Nachdem ihr die Allparteienkoalition im Deutschen Bundestag das Wort abgeschnitten hat, macht sie sich anderswo bemerkbar. In Rust, beim Deutschlandtag der Jungen Union, klang es tatsächlich manchmal so, als wollten sich die Jungen von den Alten nicht länger über den Mund fahren lassen. Die Parteijugend widersprach den Koalitionsvereinbarungen und den Paketlösungen und deren hilflosem Verkünder, dem Bundeskanzler Friedrich Merz. Hoffentlich bleibt sie dabei und lässt sich ihren Schneid nicht abkaufen.

Auch deren Lügen haben aber kurze Beine. Die nachfolgende Generation sieht nicht länger ein, warum sie einen Vertrag erfüllen sollte, den sie nie abgeschlossen hat. Den sie auch niemals abgeschlossen hätte, wenn sie gewusst hätte, dass von ihr Leistungen verlangt werden, auf die sie selbst keinen Anspruch hat. Dass die heutige Jugend im Alter jemals so gut dastehen könnte wie die Alten von heute, ist schon statistisch ausgeschlossen. Von immer weniger Jungen zu erwarten, immer mehr Alte immer länger und immer besser zu versorgen, ist naiv, die Rente mit 63, das Amulett der SPD, eine Frechheit. Keine Generation hat ihre soziale Macht so schamlos ausgespielt wie die der sogenannten Babyboomer. Sie haben sich Ansprüche zuerkannt, von denen ihre Nachfolger nur träumen können. Warum dann also mitmachen und zahlen?

Kein Zufall, dass an eben dem Tage, an dem die Junge Union in Rust dem Kanzler einheizte, Hendrik Streeck, inzwischen Drogenbeauftragter der Bundesregierung, die mentalen Schäden, die Lieblosigkeit und die Verrohung anprangerte, die der Sozialstaat deutscher Prägung im Krankenversicherungsbetrieb hervorbringt. Als Arzt und Virologe bestens ausgewiesen, hatte Streeck schon zu Corona-Zeiten mit seinen unorthodoxen Vorschlägen zur Bekämpfung der Epidemie bei Impftyrannen wie Karl Lauterbach oder Janosch Dahmen für Empörung gesorgt. Neben Widerspruch und Protesten hatte ihm das schon damals Morddrohungen eingebracht, und niemand sollte sich wundern, wenn sich das demnächst wiederholen würde. Schließlich leben wir im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat.

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