Geborgen, frech und frei!

vor 3 Monaten

Geborgen, frech und frei!
Bildquelle: Tichys Einblick

Vorstellen muss ich Achijah Zorn nicht. Den Lesern von Tichys Einblick ist er wohlbekannt, denn jeden Samstag steigt er auf die virtuelle Kanzel, um dort das Vorwort zum Sonntag zu verkünden. Dabei kommt einiges von dem zur Sprache, was Gläubige von ihrer Kirche erwarten dürfen, in den Einrichtungen der EKD aber nicht mehr zu hören bekommen. Deshalb lohnt es, Zorn zu lesen.

Unter den vielen schwarzen Raben, die in den leeren Kirchen nach Futter suchen, ist er ein weißer. Luther, die Zunge und das Schwert des deutschen Geistes, wie Heinrich Heine ihn genannt hatte, ist ihm wichtiger als die Bischöfe, die Kirchenpräsidenten und die Ratsvorsitzenden, die lieber im Fernsehen auftreten als vor der Gemeinde. Zorn besteht auf dem Priestertum aller Gläubigen und macht auf seine Art davon Gebrauch.

„Geborgen, frech und frei“ heißt die Sammlung seiner Gedanken, die demletzt im Eigenverlag erschienen ist. Geborgenheit ist das Leitmotiv, das ausgiebig variiert, am Ende dann zum Geborgenheitsglauben, ja zur Geborgenheitsgewissheit gesteigert wird. Mit „frech“ meint Zorn „unangepasst, respektlos, draufgängerisch und dreist. „Wer frech ist,“ schreibt er, „kriegt garantiert Ärger. Aber es lohnt sich“. Es lohnt sich, weil es frei macht.

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