Friedrich Merz und das Schweigen von Bielefeld

vor etwa 1 Jahr

Friedrich Merz und das Schweigen von Bielefeld
Bildquelle: NiUS

Wir haben uns leider längst daran gewöhnt, dass Politiker nach der Wahl anders sprechen als vor der Wahl. Was wir bisher allerdings nicht kannten, ist, dass Menschenleben nach der Wahl offenbar weniger wert und weniger wichtig sind als vor der Wahl.

Die aktuelle Folge „Achtung, Reichelt!“ sehen Sie hier:

Nach dem islamistischen Terroranschlag von Mannheim auf Michael Stürzenberger, bei dem ein Polizist ermordet wurde, empörte sich der Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Bundestag mit folgenden Worten:

Nach dem islamistischen Terroranschlag von Solingen gab der Kanzlerkandidat Friedrich Merz eine lange Pressekonferenz und sagte:

Nach dem Messeranschlag von Aschaffenburg verkündete der Kanzlerkandidat Friedrich Merz seine angeblich unverhandelbaren fünf Migrationsforderungen und sagte:

Nach dem islamistischen Terroranschlag von Bielefeld sagte der Bundeskanzler Friedrich Merz – nichts. Gar nichts. Wir würden Ihnen auch an dieser Stelle gern ein Video von Friedrich Merz zeigen, aber es gibt leider keins. Kein Statement. Kein Wort des Mitgefühls oder gar der politischen Entschlossenheit.

Fünf Arminia-Bielefeld-Fans, hinterhältig und wahllos niedergestochen von einem syrischen ISIS-Terroristen, der illegal ins Land gekommen ist, auch noch in Nordrhein-Westfalen, in der Heimat von Friedrich Merz, aber von ihm kein Wort dazu. Fünf Menschen für immer gezeichnet von einem Mann, der über acht verschiedene Identitäten verfügte, aus dem sicheren Tschechien einreiste und dennoch eine Aufenthaltsgenehmigung bis 2027 erhielt – das sind genau die Zustände, die Friedrich Merz vor der Wahl scharf kritisiert hat. Nach der Wahl hören wir nichts mehr dazu.

Mahmoud Mhemet aus Syrien wird einen Tag nach der Messerattacke festgenommen. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

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