„Freiheitsdienst“: Wie man mit einer Schnapsidee Schlagzeilen macht

vor mehr als 1 Jahr

„Freiheitsdienst“: Wie man mit einer Schnapsidee Schlagzeilen macht
Bildquelle: Tichys Einblick

In dem Moment, da Sie, lieber Leser, diese Zeilen inhalieren, leben etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland, die zwischen 18 und 67 Jahre alt sind. Und sie alle bilden die Zielgruppe für den sogenannten „Freiheitsdienst“.

So nennt unsere politische Klasse seit neuestem die allgemeine Wehrpflicht samt Ersatzdienst. Täglich versuchen die üblichen Verdächtigen, den Bürgern das alte Konzept unter dem neuen Namen schmackhaft zu machen. Jetzt hat sich Eva Högl von der SPD zu Wort gemeldet: Die Wehrbeauftragte des Bundestages lässt ausrichten, dass sie den Vorschlag „sehr, sehr gut“ findet.

Damit nimmt die Diskussion weiter an Fahrt auf. Ursprünglich hatte Katharina Schulze die Idee in die Debatte eingeführt. Die Vorsitzende der grünen Mini-Fraktion im bayerischen Landtag hatte vorgeschlagen, dass alle Frauen und Männer irgendwann zwischen dem 18. und dem 67. Lebensjahr sechs Monate Dienst „an der Gesellschaft“ ableisten sollen.

Ihren Einsatzbereich sollen sich die dienstverpflichteten Bürger immerhin selbst aussuchen können: Bundeswehr, Bevölkerungsschutz, Feuerwehr, Hilfsorganisationen – oder „Gesellschaftsdienst“. Damit dürften auch vom Staat abhängige „Nicht-Regierungs-Organisationen“ (NGOs) gemeint sein.

Die Idee findet immer mehr Anhänger bei den sogenannten Volksvertretern von CDU, CSU, SPD und Grünen. Das ist ein untrügliches Indiz dafür, dass sie nichts taugt.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel