Was erlaubt sich diese Frau? Fürchtet sie keinen Shitstorm, wenn sie gegen das Heiligtum der Neuzeit vorgeht, gegen „die Frau“? „Frauen gefährden die Demokratie“, so der Titel ihres Essays, der in der Weltwoche abgedruckt ist. Geschrieben von Daniela Niederberger, Journalistin seit 40 Jahren. Ihre These, angelehnt an einen Essay der amerikanischen Autorin Helen Andrews: „Die Feminisierung gefährdet wichtige Institutionen“.
Soso. Sollte die weibliche Übermacht an den Universitäten, in der Rechtssphäre, in der Medizin, in den Medien nicht Anlass sein, das Gemaule über mangelnde Gleichberechtigung (oder, sic, Gleichheit!) von Frauen endlich einzustellen? Nicht nur in den USA, auch in der Schweiz liegt der Anteil von Frauen in den Medien bei an die 50 %.
Prima! Sieg im Geschlechterkrieg! Das kann doch nur gut sein: Heißt es nicht immer, Frauen seien das friedliche Geschlecht? Vielleicht wird ja auch deshalb über bestimmte Themen nicht berichtet, weil sie Gefühle verletzen könnten, etwa die von Muslimen, wenn es bei einem Tötungsdelikt einen islamischen Hintergrund zu geben scheint?
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