Paris: Dutzende Vorschullehrer wegen sexueller Gewalt suspendiert

vor 4 Monaten

Paris: Dutzende Vorschullehrer wegen sexueller Gewalt suspendiert
Bildquelle: Tichys Einblick

Kaum im Amt, sieht sich der neue Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire (Parti socialiste) mit Vorwürfen gegen seine Partei konfrontiert. Schon im Wahlkampf wurde die „schmutzige Wäsche“ dieser Partei recht öffentlich gewaschen. Es geht nicht um einen der offensichtlichen Mängel der Hauptstadt, die zunehmend zu einer Bi- oder Trizone aus verschiedenen Ethnien wird, während sich viele Einwohner nicht mehr am normalen Wirtschaftsleben beteiligen. Es geht um Schmutzecken tief im eigenen System des staatlichen Systems, um die Schulen und Vorschulen der Stadt.

Der neue Bürgermeister, einst rechte Hand der dominanten Anne Hidalgo, dann von ihr abtrünnig, hat seit Jahresbeginn 78 Betreuer aus den Pariser Vorschulen suspendiert, davon 31 wegen des dringenden Verdachts auf sexuellen Missbrauch an Kindern. Der Rest hat Täter und Taten offenbar gedeckt oder sich sonstwie schuldig gemacht.

Die parteilose Mitte-rechts-Kandidatin Rachida Dati hatte mit dem Thema Wahlkampf gemacht. Angeblich haben Hidalgo und Grégoire die Vorschulen nicht hinreichend beaufsichtigt und Warnsignale bewusst überhört. Grégoire organisierte seine Defensive, indem er erzählte, als Schulkind ebenfalls Opfer sexueller Gewalt während des Schwimmunterrichts geworden zu sein. Wie immer geht es auch darum, dass in einem so festgefügten System wie der staatlichen Irgendwas-Vorsorge niemand einen Fehler erkennen, benennen oder gar anzeigen will. Die allmächtige Verwaltung hält in solchen Fällen notorisch zusammen. Eltern dürfen ihr Kinder an den Pforten von Kitas und Vorschulen abliefern und müssen vermutlich noch dankbar sein, dass das jemand für sie übernimmt.

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