Am 9. März berichtete die französische Zeitung Le Monde in ihrer fortlaufenden „StravaLeaks“-Serie über den Vorfall und löste damit in Frankreich eine Sicherheitsdebatte aus: Der betroffene Marineoffizier, den Le Monde „Arthur“ nennt, startete am 13. März 2026 um 10.35 Uhr seinen Lauf. Knapp 7,23 Kilometer in 35 Minuten und 58 Sekunden – ein solides Tempo von 4.58 Minuten pro Kilometer.
Nichts Ungewöhnliches für einen sportlichen Soldaten. Doch weil sein Strava-Profil öffentlich war und die Smartwatch präzise GPS-Daten aufzeichnete, landete die Route sofort online. Die Koordinaten zeigten klar: Das Schiff und der Jogger befanden sich nordwestlich von Zypern, 100 Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Eine Sentinel-2-Satellitenaufnahme der Europäischen Weltraumbehörde, die nur eine Stunde später gemacht wurde, bestätigte die Position bis auf wenige Kilometer – trotz der Bewegung des Trägers.
Die „Charles de Gaulle“ ist nicht allein unterwegs: Mindestens drei Fregatten und ein Versorger bilden das gesamte Flugzeugträger-Geschwader – der Einsatz wurde am 3. März von Präsident Emmanuel Macron angeordnet. Ursprünglich war das Schiff für Nato-Übungen in der Ostsee vorgesehen, doch nach Ausbruch des Krieges zwischen Israel, den USA und dem Iran wurde es ins Mittelmeer verlegt. Die „Charles de Gaulle“ passierte am 6. März Gibraltar und steuert nun Richtung Iran. Das soll als klares Signal französischer Präsenz im Konflikt mit dem Iran verstanden werden. In den vergangenen Wochen wurden bereits zwei französische Militärbasen im Nahen Osten angegriffen; ein französischer Soldat kam dabei ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.
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