Es war eine unmissverständliche Botschaft, die US-Präsident Donald Trump an die europäischen Staaten richtete: „Get your own oil.“ Das war keine diplomatische Floskel, sondern eine klare Ansage. Europa solle endlich, anstatt sich abhängig zu machen, seine eigenen Energiequellen erschließen.
Immer deutlicher erweist sich die fatale Abhängigkeit von Energieimporten als historischer strategischer Fehler. Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu, Tanker werden umgeleitet, Versicherungsprämien steigen drastisch, und die Preise für Öl und Gas reagieren sofort. Gleichzeitig zeigt sich ein bekanntes ökonomisches Muster: Energie folgt dem Preis, nicht den Wünschen von Politikern.
Mehrere Tanker mit rund 1,2 Millionen Barrel Diesel haben Europa kurzfristig den Rücken gekehrt und steuern nun lukrativere Märkte in Asien und Afrika an. Für Europa bedeutet das: sinkendes Angebot, steigender Preisdruck und eine wachsende Unsicherheit. Die strukturellen Probleme sind dabei weitgehend hausgemacht:
Während die USA unter Trump längst zum dominierenden Energieexporteur aufgestiegen sind, steht Europa erneut vor der existenziellen Frage: Wer liefert und zu welchem Preis?
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