Kapitalbewegungen sind ein Spiegelbild geopolitischer Macht. Ein Blick auf die jüngsten Daten des US Department of the Treasury, die sogenannte TIC-Statistik, bestätigt den Eindruck, dass die Vereinigten Staaten unter privaten Anlegern und internationalen Investoren an Reputation gewinnen.
Das starke Wirtschaftswachstum, das voraussichtlich bei rund vier Prozent pendelt, sowie die Strategie der US-Regierung, Partnerstaaten wie Saudi-Arabien, Dubai und Japan zu massiven Investitionen in den amerikanischen Standort zu drängen, zahlen sich aus.
Rund 30,9 Billionen US-Dollar beträgt der aktuelle Bestand ausländischer Investitionen an den Aktien- und Anleihenmärkten der USA. Seit 2009 stieg der Anteil von US-Aktien in den Portfolios ausländischer Investoren von 23 Prozent auf nun über 55 Prozent.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei US-Staatsanleihen: Hier liegt der Anteil, den ausländische Investoren halten, bei etwa 33 Prozent, oder 9,2 Billionen US-Dollar. China hat im November eine US-Dollar-denominierte Anleihe emittiert und nach wie vor werden etwa 60 Prozent der internationalen Transaktionen im Greenback abgewickelt.
Vom Tod des US-Dollar als internationales Settlement-Vehikel oder Reservewährung kann also bei Weitem keine Rede sein. Der US-Markt ist generell betrachtet „on fire“.
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