Peter Meyer hat genug.
Mehr als 15 Jahre lang war der Landwirt aus Holnstein im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz ein Bio-Bauer aus Überzeugung. Er hat investiert, er hat die Produktion umgestellt, er hat immer neue und strengere Auflagen erfüllt. Er stand mit Leib und Seele hinter der Idee von ökologischer Landwirtschaft.
Jetzt stellt er seinen Hof wieder um: zurück auf konventionelle Landwirtschaft.
„Ich habe mich schon g‘scheit geärgert“, schimpft Meyer frustriert in der Mittelbayerischen Zeitung. „Das ist für mich nicht schön.“
Schuld ist die EU. Eine neue Verordnung der Brüsseler Bürokraten schreibt vor, dass landwirtschaftliche Betriebe künftig nur noch dann das Siegel „Bio“ bekommen, wenn ihre Rinder, Schafe oder Ziegen spätestens Ende dieses Jahres Zugang zu einer Weide haben. Sogenannte Laufhöfe und selbst großzügige Ausläufe reichen nicht mehr.
In Brüssel argumentiert man mit Tierwohl. Tatsächlich erreicht man das Gegenteil: den Abschied vieler Betriebe vom Bio-Siegel.
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