„Es kann keinen Kulturrabatt geben“: Özdemir attackiert Islamverbände wegen schwacher Verurteilungen des CSD-Anschlags

vor etwa 1 Stunde

„Es kann keinen Kulturrabatt geben“: Özdemir attackiert Islamverbände wegen schwacher Verurteilungen des CSD-Anschlags
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat die deutschen Islamverbände für ihre Reaktion auf das Attentat beim CSD in Berlin am vergangenen Samstag kritisiert. Der Grünen-Politiker bemängelte vor allem die fehlende Thematisierung von Homophobie und Queerfeindlichkeit in den Stellungnahmen der verschiedenen Verbände. Auch der islamistische Bezug sei darin nicht ausreichend zur Geltung gekommen, kritisierte Özdemir.

„Es muss schon klar sein, dass es sich um einen schwulenfeindlichen, queerfeindlichen Anschlag handelt“, sagte Özdemir gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Wenn man das Wort vermeidet, hat man ein Problem offensichtlich“, bemängelte Özdemir. Demnach sei aus den Stellungnahmen nicht ersichtlich, gegen wen sich die Gewalttat gerichtet habe und aus welchen Gründen und Motiven sie erfolgt sei.

Dies gelte ebenso für den fehlenden Islamismus-Bezug in den Stellungnahmen, stellte Özdemir klar. „Das Thema des Islamismus muss einfach erwähnt werden. So kann man sich nicht äußern dazu“, sagte Özdemir.

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