Zum ersten Mal meldet sich die Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf zu Wort, die von der SPD als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen wurde. Fragwürdige Äußerungen und Texte von ihr hatten dazu geführt, dass die Wahl nicht wie geplant am vergangenen Freitag stattfand, sondern vertagt wurde.
Bei NIUS Live sprachen Medienanwalt Joachim Steinhöfel, Julius Böhm und Kolumnistin und Autorin Birgit Kelle über die erste Stellungnahme der umstrittenen Juristin. Sie hatte die Berichterstattung über ihre Person als „unzutreffend, unvollständig, unsachlich und intransparent“ bezeichnet. Sie sei weder „ultralinks“, noch „linksradikal“ und kritisierte in ihrem Statement die fehlende Auseinandersetzung mit ihren wissenschaftlichen Beiträgen.
„Sie ist beleidigt und angegriffen. Das darf sie ja auch sein“, kommentiert Joachim Steinhöfel. Nur sei es von „unglaublicher Wichtigkeit“, dass Personen, die ans Bundesverfassungsgericht berufen werden sollen, vorab geprüft werden „und dass eine lebhafte, sachliche Debatte über diese Person stattfinden kann.“ Im Fall von Brosius-Gersdorf sei das viel zu spät geschehen. „Das sind die Leute, die letztlich sogar die Bundesregierung ausbremsen können“.
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