Donald Trump und der geheimnisvolle Stoff aus Venezuela

vor 7 Monaten

Donald Trump und der geheimnisvolle Stoff aus Venezuela
Bildquelle: Tichys Einblick

Donald Trump macht Ernst: Der US-Präsident hat eine Blockade fast aller Öltanker angeordnet, die Venezuela ansteuern und von dort wegfahren wollen. Die Operation der US-Karibikflotte soll fortgesetzt werden, bis Caracas „Öl, Land und andere Vermögenswerte“ zurückgibt, die es den Vereinigten Staaten „gestohlen“ habe.

Tatsächlich hatte Venezuela Anfang der 2000er-Jahre Ölfelder ausländischer Konzerne verstaatlicht. Danach versuchten US-Firmen jahrelang, für die Enteignungen entschädigt zu werden – meist vergeblich. Trotzdem ist es auf den ersten Blick nicht plausibel, weshalb Trump jetzt so massiv gegen das südamerikanische Land vorgeht.

Erstaunlicherweise verzichten die meisten internationalen Medien auf diese naheliegende Überlegung. Die deutschen sowieso. Dieselben Medien, die Donald Trump sonst bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit als Lügner brandmarken, stellen hier keine einzige ernsthafte Nachfrage.

Dabei wäre das sehr erhellend. Denn die USA haben strategische Interessen an Venezuela. Die versteht man aber erst, wenn man auch mal hinter den Vorhang schaut.

Seit 2005 haben die USA ihre eigene Ölproduktion vervielfacht: von damals rund 8.000 Barrel pro Tag auf heute etwa 20.000 Barrel pro Tag (Zahlen vom US Energy Institute). Damit ist die größte Volkswirtschaft der Welt inzwischen auch mit Abstand der größte Ölproduzent.

Saudi-Arabien auf Platz zwei kommt nur auf etwa 11.000 Barrel täglich. Unter den kleptokratischen Regimen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro dagegen hat im selben Zeitraum die Ölförderung von Venezuela stark abgenommen. Mit weniger als 1.000 Barrel pro Tag ist das Land auf Platz 21 der Ölproduzenten abgerutscht.

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