Ungläubig starrte ich auf das integrierte Navigationsgerät in der Armatur des Fahrdienstes. Die mir bekannte Fahrzeit hatte sich dort bei gleichbleibender Strecke verdreifacht. Was war da los? Der routinierte Fahrer im Gemütszustand eines buddhistischen Zen-Meisters bemerkte meine Unruhe und vermeldete: „Stau wegen Grenzkontrollen.“
Während also die Klimaanlage leise surrte und das Radio Schlager dudelte, erstreckte sich eine Autoschlange zwischen Straßburg und der deutschen Grenze. Grenzkontrollen, weil Innenminister Alexander Dobrindt – frisch im Amt und voller Tatendrang – diese seit seinem ersten Arbeitstag verschärft hat. „Klarheit, Konsequenz, Kontrolle!“, hat er verkündet, während ich und viele andere nun Zeit in der Blechlawine anstatt bei ihren Familien verbringen.
Solche kleinen Alltagserlebnisse erden mich und zeigen mir, wie wichtig es ist, in Brüssel und Straßburg weiter für offene Schengen-Grenzen zu plädieren und sich Pseudo-Politik und sinnlosen Maßnahmen entgegenzustellen. Alle Personen im Stau sind Opfer von Alexander Dobrindts Grenzpolitik, die keine Probleme löst, sondern neue schafft. Dobrindts Plan, die illegale Migration mittels Grenzkontrollen durch ein paar mehr Polizisten und Staus zu stoppen, wirkt hilflos.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










