„Die Zeiten des Paradieses sind vorbei“ – außer bei Merz’ Friseurrechnung

vor 4 Monaten

„Die Zeiten des Paradieses sind vorbei“ – außer bei Merz’ Friseurrechnung
Bildquelle: Tichys Einblick

Manchmal dauert es, bis eine Nachricht ihre volle Sprengkraft entfaltet. Wie bei einem chemischen Gemisch. Jeder einzelne Stoff ist bereits giftig. Doch wenn die Bestandteile zusammenfließen, entsteht eine hochexplosive Verbindung. Genau so liegt der Fall hier.

Für sich genommen ist schon der Satz des Kanzlers unerquicklich genug: „Die Zeiten des Paradieses, in denen jeder Wunsch möglich war, sind vorbei.“ Für sich genommen ist ebenso die Abrechnung des Kanzleramts höchst unerquicklich: 12.501,30 Euro für „Visagisten/Kosmetiker/Friseure“ in kaum drei Monaten. Bringt man beides zusammen, wird aus Peinlichkeit politische Selbstentlarvung.

Denn dieser Satz war ja keine beiläufige Floskel. Er war eine Ansage an die Bürger. An jene Menschen also, die ihren Friseurbesuch selbst bezahlen müssen, ihre Rechnungen selbst tragen, ihre steigenden Belastungen in Folge von katastrophal schlechter Politik selbst schultern und nicht auf die Idee kämen, die eigene Haarpflege zur öffentlichen Aufgabe zu erklären.

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