Die Union hat es dieser Tage wahrlich nicht einfach. Ihre Umfragewerte sind im Keller, die Koalition mit der SPD ist historisch unbeliebt, die Ostwahlen und eine machtpolitische Gretchenfrage stehen vor der Tür. Wie hält es die CDU mit der AfD und der Linken? Bald könnten die Christdemokraten zu einer Antwort gezwungen sein.
Seit einiger Zeit gibt es in der Partei Lockerungsübungen gegenüber der Linkspartei. Als die Union nach dem ersten gescheiterten Wahlgang bei der Kanzlerwahl von Friedrich Merz auf die Linke angewiesen war und Absprachen mit ihr traf, zeigte sich der Kanzleramtsminister Thorsten Frei offen für ein Ende des Unvereinbarkeitsbeschlusses.
Der CDU-Ministerpräsident Daniel Günther predigt schon länger, dass die Linke der Union näher stehe als die AfD, was jedem Menschen, der schon mal einen Wahl-O-Maten benutzt hat, einigermaßen komisch vorkommen muss. Doch gerade jetzt, in diesem muckeligen Moment der Annäherung zwischen der Partei Helmut Kohls und der Partei Erich Honeckers, tun die ehemaligen Politmaurer einiges dafür, allen in Erinnerung zu rufen, warum es den Unvereinbarkeitsbeschluss mit ihnen nicht ohne Grund gibt.
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