Deutschlands UN-Niederlage und die Schuldzuweisungen: Wer hat nun wirklich versagt?

vor etwa 2 Monaten

Deutschlands UN-Niederlage und die Schuldzuweisungen: Wer hat nun wirklich versagt?
Bildquelle: Apollo News

Erstmals verliert die Bundesrepublik bei einer Bewerbung für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Jetzt findet jeder seinen eigenen Erklärungsansatz für diese historische deutsche Niederlage. Vielen Äußerungen zufolge ist daran das oder derjenige schuld, den man sowieso schon nicht mag.

So begründet Außenminister Johann Wadephul die Niederlage der Bundesrepublik öffentlich mit dem russischen Einfluss in der UN. Andere meinen, es sei das Engagement für Israel gewesen, das Deutschland die nötigen Stimmen gekostet habe. Und während manche auf Annalena Baerbock zeigen, richten andere ihren Blick auf Friedrich Merz – etwa auf seine Aussagen zum Iran-Krieg und zum Völkerrecht.

Wahrscheinlich ist an all dem jeweils etwas dran – aber auch nur etwas. Nur einen einzigen Grund für eine solche Niederlage zu identifizieren, greift sicher zu kurz. Doch genau das ist jetzt politisch opportun. Die Grünen-Außenpolitikerin Agnieszka Brugger ist sich jedenfalls sicher: „Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul“.

„Wer bei der Verteidigung der regelbasierten Ordnung in einer Welt wie dieser mit Schweigen auffällt und angesichts eskalierender Krisen mit dem Rotstift bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe antwortet, verspielt Deutschlands Ansehen und Verantwortung in der Welt“, erklärt die Bundestagsabgeordnete gegenüber ThePioneer.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel