Wochenlang bewegte kaum ein Thema Deutschland emotional stärker als Buckelwal „Timmy“. Jede noch so kleinste Bewegung wurde begleitet und dokumentiert. Aktivisten machten aus dem Wal eine nationale Herzensangelegenheit, die von den sich häufenden Gewaltdelikten in Deutschland ablenkte.
Doch all das war nutzlos. Timmy ist tot. Der Kadaver liegt inzwischen vor der dänischen Insel Anholt, wo Behörden vor Verwesungsgasen, möglichen Krankheiten und sogar Explosionsgefahr warnen.
Der Strand wurde abgesperrt, der Wal an Land gezogen. Er soll dort obduziert und anschließend entsorgt werden. Während die deutschen Medien keinen Beitrag über die große Rettungsmission ausließen, handeln die Dänen deutlich pragmatischer: Der Kadaver muss weg.
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