Die Idee für einen Adventskalender entstand um 1850 in protestantischen deutschen Haushalten. Anfangs gab es sehr unterschiedliche Kalendervarianten. Thomas Mann erwähnt in seinem Roman „Buddenbrooks“ die Adventszeit des Jahres 1869, in der das Kindermädchen dem kleinen Hanno einen Abreißkalender bastelt. Erste gedruckte Kalender erschienen ab 1902.
Der Adventskranz wurde 1839 vom evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808-1881) in einem von ihm gegründeten Hamburger Kinderheim eingeführt. Damit wollte er seinen Schützlingen die Zeit bis Weihnachten verkürzen.
Einige Traditionen der Adventszeit sind deutlich älter. So zum Beispiel das Aufstellen der Barbarazweige: In der Nacht zum Festtag der heiligen Barbara am 4. Dezember werden Zweige von Obstbäumen geschnitten und in die warme Stube gestellt. Mit etwas Glück blühen sie dann um das Weihnachtsfest herum.
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