Deutschland vor Minusrekord beim Wohnungsneubau – und die Zuwanderung führt zu weiterem Wohnraummangel

vor etwa 2 Monaten

Deutschland vor Minusrekord beim Wohnungsneubau – und die Zuwanderung führt zu weiterem Wohnraummangel
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Die Krise auf dem deutschen Wohnungsmarkt flacht nicht ab. Im Gegenteil: Sie verschärft sich Jahr für Jahr weiter. Verantwortlich dafür ist ein Bündel aus Bürokratie, hohen Baukosten und teuren Krediten. Der Spitzenverband der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW) warnt inzwischen sogar davor, dass sich in Deutschland im Jahr 2026 ein neuer Minusrekord beim Wohnungsbau abzeichnen könnte. „Deutschland erlebt eine historische Wohnraumkrise“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko jüngst im Gespräch mit dem Focus.

Die Zahlen geben dem Verbandsvertreter Recht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr nur noch rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt – 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Einheiten weniger als im Vorjahr. Damit wurde der niedrigste Wert seit 2012 erreicht. Gedaschko befürchtet, dass die Zahl der Fertigstellungen in diesem Jahr unter die Marke von 200.000 Wohnungen fallen könnte. Das ifo-Institut rechnet für 2026 sogar nur noch mit 175.000 fertiggestellten Wohnungen.

In den Jahren 2021 bis 2023 wurden noch zwischen 293.000 und 295.000 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt. 2020 wurde mit 306.400 Einheiten ein lokaler Höchststand erreicht. Seitdem zeigt der Trend jedoch kontinuierlich nach unten. Die Ampelregierung hatte sich ursprünglich vorgenommen, in jedem Jahr ihrer Legislaturperiode von 2021 bis 2025 insgesamt 400.000 neue Wohnungen zu errichten. Dieses Ziel wurde jedoch in keinem einzigen Jahr erreicht.

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