Deutschland war 2024 mit etwa 14 Milliarden Euro der größte Nettozahler der EU. Vorher hatte es 27,4 Milliarden nach Brüssel überwiesen. Aus der EU flossen also Mittel in der Höhe von 13,4 Milliarden Euro zurück nach Deutschland. Frankreich scheint hier besser zu verhandeln. Es überwies 2024 22,4 Milliarden Euro, bekam aber 17,6 Milliarden Euro zurück. Mit den verbleibenden 4,8 Milliarden Euro ist Frankreich trotzdem noch der zweitgrößte Nettozahler der EU. Deutschland ist aber nicht nur der größte Zahler, sondern gleichzeitig auch der größte Verlierern des neuen Haushaltsvorschlags für die Jahre 2028 bis 2034.
Von 2028 bis 2034 soll Deutschland, nach dem EU-Sieben-Jahres-Plan, dann nur noch 57,3 Milliarden Euro zurück bekommen. Das sind elf Prozent weniger als im aktuellen Finanzrahmen, der noch bis 2027 gilt. Elf Prozent weniger ist bereits eine beeindruckende Zahl, noch wichtiger sind aber die strukturellen Veränderungen.
Denn gleichzeitig schrumpft der gesamte Topf der sogenannten „nationalen Umschläge“, ein ungewöhnlich plumper Begriff, wo die EU-Bürokraten doch sonst viel Wert auf bedeutend klingende Anglizismen legen, von rund 758,93 Milliarden auf 698,27 Milliarden Euro. Ein Rückgang um acht Prozent. Weniger Geld insgesamt und innerhalb dieses kleineren Kuchens verliert Deutschland noch einmal überproportional.
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