CDU-Chef Friedrich Merz ist dieser Tage glücklos unterwegs. Das zeigt sich nicht nur im kontinuierlichen Abstieg in den Wahlumfragen (von 33 auf 31 Prozent in sechs Wochen), auch kommunikativ sorgt der Kanzlerkandidat der Union immer wieder für Naserümpfen.
Etwa am Wochenende in seiner „Merz Mail“, als er die Frage stellte, ob die Meinungsfreiheit wirklich nur gewährt sei, „wenn jeder alles schreiben und senden darf, was er will, egal ob richtig oder falsch?“ Die Frage erübrigt sich schon deshalb, weil Meinungen gar nicht den Kategorien „richtig“ und „falsch“ unterliegen, was Merz im nächsten Satz auch selbst einräumte, trotzdem jedoch eine Debatte über die Meinungsfreiheit im Netz entfachen wollte.
Oder bei der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), dem Sozial- und Arbeitnehmerflügel der CDU, wo Merz anklagte, dass vor allem ausländische Inhaber von DAX-Aktien von der Arbeit deutscher Mitarbeiter der DAX-Unternehmen profitierten – obwohl es in Wahrheit genau umgekehrt ist.
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