Die deutschen Beiträge zum EU-Haushalt könnten ab 2028 um 75 bis 80 Prozent steigen. Davor warnt Deutschlands Botschafter bei der EU, Thomas Ossowski, wie Pioneer am Dienstag berichtet. Doch angesichts von Deutschlands Haushaltssituation sei das „schlicht nicht leistbar“, sagte er am Montag bei der EU-Ratssitzung. Für dieses Jahr sind 33 Milliarden Euro vorgesehen, die Deutschland für den EU-Haushalt bereitstellen muss. Sollte es zu der Erhöhung kommen, würde der Betrag auf etwa 60 Milliarden Euro steigen.
Hintergrund des möglichen Beitragsanstiegs ist der Plan der EU-Kommission, den gesamten mehrjährigen Haushalt ab 2028 von 1,2 Billionen Euro auf zwei Billionen Euro zu erhöhen. Grund dafür ist auch die ab 2028 beginnende Rückzahlung der gemeinsamen Corona-Schulden, die 800 Milliarden Euro betragen. Zurzeit laufen die Verhandlungen mit dem EU-Parlament.
Dieses pocht sogar auf einen Haushalt, dessen Budget noch zehn Prozent größer ist. Dazu sollen neue Einnahmequellen wie eine Digitalabgabe erschlossen werden (Apollo News berichtete). Auch die EU-Mitgliedstaaten müssen in den Verhandlungen eine gemeinsame Position finden. Friedrich Merz fand bereits den Vorschlag der EU-Kommission zu hoch.
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