Die Anzahl der Firmenpleiten steigt weiter. Vor allem größere Unternehmen sind zunehmend betroffen. Für das erste Halbjahr meldete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform 12.900 Fälle von Firmeninsolvenzen. Das ist der höchste Stand seit 2013. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Fälle um acht Prozent gestiegen.
Vor allem Gläubiger bleiben auf den Kosten sitzen: Der gesamte Schaden belief sich in den ersten Monaten auf 28,5 Milliarden Euro. 165.000 Menschen verloren durch die Insolvenzen ihre Arbeitsplätze. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 15 Prozent. „Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht“, warnt Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung.
Denn immer mehr Firmen würden in die Auswirkungen schwacher Nachfrage, anhaltender Unsicherheit und hoher Kosten geraten. Erst wenn die Wirtschaft wieder wachse, was nach derzeitigem Stand frühestens 2027 der Fall sein werde, könnten sich die Insolvenzen wieder stabilisieren.
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