Der entscheidende Irrtum des Wolfram Weimer

vor 8 Monaten

Der entscheidende Irrtum des Wolfram Weimer
Bildquelle: Apollo News

Apollo News habe „neben politischer Einseitigkeit durchaus Journalismus im Angebot“, kommentiert der Tagesspiegel fast schon liebevoll zur Causa Weimer. Die Verteidigungslinie von der „rechten Kampagne“, die der Staatsminister so vehement ins Feld führte, ist in dieser Woche krachend gescheitert.

Selten war der Einsatz einer Brandmauer-Logik in der Öffentlichkeit so offensichtlich instrumentell und so offensichtlich eine reine Technik des Machterhalts wie hier. Wolfram Weimers Wehklagen über die Rechten ist schon deshalb so wenig glaubwürdig, weil er eigentlich selbst einer ist, auch wenn er das im Amt manchmal vergessen hat. Und es kam dann in dieser Woche auch vielen linken Kollegen merkwürdig vor, einen Staatsminister mit einer Korruptionsaffäre davonkommen zu lassen, weil dieser meint, die Medien stünden in einer parteipolitischen Pflicht, ihn rauszuhauen. Und auch Wolfram Weimers aktiviertes erstklassiges Kontaktnetzwerk in Politik und Medien konnte nicht verhindern, dass letztlich bis zur Tagesschau überall kritisch über diesen Fall berichtet wurde. Das spricht trotz allem für die Kollegen.

Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass die Logik der Abgrenzung nicht mehr funktioniert. Das erste Mal war die Affäre Brosious-Gersdorf, die ja – trotz viel Geschrei – am Ende eben nicht gewählt wurde. Und auch die Abgeordneten, die sie nicht wählten, gingen relativ unbeschadet aus der Affäre hervor. Damals allerdings waren sich viele Medien noch einig: Dahinter steckt bloß eine böse rechte Kampagne.

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