Depression als Wahlkampfstrategie

vor mehr als 1 Jahr

Depression als Wahlkampfstrategie
Bildquelle: Apollo News

Deutschland im Wahlkampf, das ist wohl so etwas wie die kreative Hölle auf Erden. Leere, lächelnde Gesichter, Sinnsprüche wie aus der Literaturwerkstatt einer mäßigen 8. Klasse, Inhalte ohne Aussagekraft: Sichere Rente, bessere Bildung. Immer und immer wieder dasselbe.

Seit Jahren gilt die Maxime superkluger Strategen: Das Wichtigste sei, nichts falsch zu machen. Neunmalklug formuliert man Sätze so, dass keine Seite sie falsch verstehen könnte, bis sie nichts mehr bedeuten. Es ist eine Strategie, die bestenfalls 2013 noch bei Angela Merkel funktionieren konnte, als noch wenige gesetzte Player zwischen gesetzten Medien das Feld unter sich aufteilen konnten, als Wahlkampf am Reißbrett funktionierte. Friedrich Merz lebt vollkommen in dieser Welt: Seine politische Karriere hat er jetzt an die Brandmauer geknüpft, ein ganz kluger Schachzug. Dann kann er dem Habeck noch ’ne Scheibe abschneiden – oder sich jedenfalls von ihm keine abschneiden lassen.

Merz als Kanzler steht schon fest, sagen ja alle in Berlin – und plötzlich sind auch alle ganz nett zu ihm, die smarten Hauptstadt-Journalisten. Dann macht er mit den Grünen noch einen schönen Deal und der Sack ist zu.

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