Deutschland wird deindustrialisiert – DIHK mit später Erkenntnis

vor 7 Monaten

Deutschland wird deindustrialisiert – DIHK mit später Erkenntnis
Bildquelle: Tichys Einblick

Die deutsche Wirtschaftskrise setzt sich auch im neuen Jahr ohne Unterbrechung fort. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 23.000 Mitgliedsunternehmen hat ergeben, dass nur jedes sechste Unternehmen für 2026 mit einem Aufschwung rechnet.

25 Prozent der Betriebe planen weiteren Stellenabbau, und lediglich ein Drittel beabsichtigt, Wachstumsinvestitionen vorzunehmen. Für die Vorsitzende Helena Melnikov ist die Lage dramatisch. Steuere die Politik nicht konsequent gegen, drohe ein weiterer massiver Verlust an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen, so Melnikov. Im Zentrum des wirtschaftlichen Niedergangs sieht auch der DIHK weiterhin die deutsche Industrie. Nach Berechnungen der Kammer hat sie seit 2019 rund 400.000 Arbeitsplätze abgebaut.

Dies wiegt besonders schwer, da es sich bei diesen Stellen in der Regel um gut bezahlte und hochqualifizierte Arbeitsplätze handelt. Ihre Wertschöpfung entfaltet einen Widerhall in der gesamten deutschen Wirtschaftsstruktur – bei industrienahen Dienstleistungen, im angeschlossenen Handel der betroffenen Regionen und letztlich auch in den öffentlichen Haushalten.

So stehen die Stadtkämmerer in den Krisenzentren zunehmend vor unlösbaren Herausforderungen angesichts wachsender Haushaltsdefizite. In Städten wie Stuttgart, Erlangen, Wolfsburg und anderswo schrumpft das Gewerbesteueraufkommen inzwischen sichtbar.

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