Decolonizing Christmas: Ein weiterer Angriff auf das Weihnachtsfest?

vor 8 Monaten

Decolonizing Christmas: Ein weiterer Angriff auf das Weihnachtsfest?
Bildquelle: Tichys Einblick

Die schönste Zeit im Jahr mit einer großen Vorfreude auf den Weihnachtsabend wird nun von einer Adventveranstaltung in Berlin etwas getrübt: Unter dem Titel „Decolonizing Christmas“ lädt ein Verein zu einer Führung durch den Weihnachtsgarten der Friedenskirche Charlottenburg. Das Ziel: „koloniale und diskriminierende Bilder“ in der Weihnachtsgeschichte sichtbar zu machen. Möglich wird das Projekt durch finanzielle Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenig überraschend provoziert diese Veranstaltung Kritik: Zahlreiche Stimmen aus Politik, Religionswissenschaft und Zivilgesellschaft werfen den Organisatoren vor, ein christliches Fest zu problematisieren, statt sich mit dessen kultureller Bedeutung und jahrhundertelanger Wirkungsgeschichte korrekt auseinanderzusetzen. Die Frage steht im Raum, ob hier tatsächlich eine inhaltliche Auseinandersetzung stattfindet – oder aber vielmehr eine schleichende Delegitimierung christlicher Traditionen.

Auch die Berliner Imamin und Frauenrechtlerin Seyran Ates, Gründerin einer liberalen Moschee, zeigte sich gegenüber WELT TV irritiert: „Ich habe lange gesucht, aber ich sehe keinerlei Zusammenhang zwischen der Weihnachtsgeschichte und kolonialer Unterdrückung.“ Die Geburt Jesu sei eine Erzählung von Frieden, Nächstenliebe und Hoffnung. Ates: „Sie mit Machtspielen zu verknüpfen, erscheint mir schlicht absurd.“

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