Die Debatte um ein Denkmal für den polnischen König Jan III. Sobieski spitzt sich in Wien erneut zu. Im Wiener Gemeinderat prallten am Mittwoch zwei Sichtweisen auf Erinnerungskultur aufeinander: Während ÖVP und FPÖ die zugesagte Errichtung einer Statue am Kahlenberg einfordern, warnen Politiker der SPÖ und der Grünen vor einer „heroisierenden“ Darstellung, die als islamfeindliches Signal missverstanden oder gar von Rechtsextremen vereinnahmt werden könne.
Ausgangspunkt ist ein seit Jahren geplantes Denkmal für Sobieski, den entscheidenden Befehlshaber des polnischen Einsatzheeres, das am 12. September 1683 die Zweite Wiener Türkenbelagerung mit einem Kavallerieangriff von „Flügelhusaren“ löste und somit die Invasion der Türken in Europa stoppte. Sobieski gilt als Verteidiger Europas und wird in Polen verehrt, aber auch in zahlreichen anderen Ländern Europas gewürdigt.
Ein Gemälde zeigt den polnischen Kavallerie-Angriff bei der Schlacht um Wien.
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