Das Auswärtige Amt verkauft das Kopftuch als Freiheitssymbol – und fällt so unterdrückten Frauen in den Rücken

vor etwa 1 Monat

Das Auswärtige Amt verkauft das Kopftuch als Freiheitssymbol – und fällt so unterdrückten Frauen in den Rücken
Bildquelle: Apollo News

In einem Clip der staatlichen Plattform deutschland.de wird das Kopftuchtragen als Symbol der Freiheit präsentiert. Offiziell will das Auswärtige Amt mit der Webseite das Ansehen Deutschlands im Ausland fördern.

In dem inszenierten Clip spielt die ehemalige Miss-Germany-Teilnehmerin Büsra Caramella gleich zwei Rollen: als Kopftuchträgerin und als vermeintlich westliche Frau. Um Letztere darzustellen, trägt sie eine blonde Perücke sowie ein Tanktop über einem braunen, langärmligen Oberteil, das nackte Haut symbolisieren soll.

Im Video betrachten beide Figuren einander zunächst mit Mitleid. Die kopftuchtragende Frau sieht in ihrer westlich gekleideten Gegenüber keine freie Frau, sondern ein Produkt gesellschaftlicher Einflüsse. „Die Arme“, denkt sie, „die merkt gar nicht, wie das System ihr eingeredet hat, dass Freiheit nackte Haut bedeutet. Vom Markt benutzt, vom Blick der Männer geformt.“

Click here to display content from Twitter. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von X.

Inhalt von X immer anzeigen

Die blonde Frau kommt zu einem spiegelbildlichen Urteil. Aus ihrer Sicht ist die Kopftuchträgerin Opfer religiöser Zwänge: „Die Arme merkt gar nicht, wie Religion und Patriarchat ihr eingeredet haben, dass Freiheit Verhüllung bedeutet. Von Männern unterdrückt, ohne es zu wissen.“ Am Ende des Videos sprechen beide gleichzeitig denselben Satz: „Du tust mir leid. Man hat dir eingeredet, dass das selbstbestimmt ist. Ich bin frei und selbstbestimmt.“ Die Pointe der Inszenierung: Beide Frauen erkennen schließlich, dass die jeweils andere angeblich genauso frei sei wie sie selbst.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel