Dänischer Integrationsminister will Verbot öffentlicher Muezzinrufe prüfen

vor 28 Tagen

Dänischer Integrationsminister will Verbot öffentlicher Muezzinrufe prüfen
Bildquelle: Apollo News

Dänemarks neuer Einwanderungs- und Integrationsminister Morten Bødskov will prüfen lassen, ob islamische Gebetsrufe im öffentlichen Raum verboten oder gesetzlich beschränkt werden können.  „Es sollen keine Gebetsrufe über die dänischen Dächer schallen“, erklärte Bødskov nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau.

Öffentliche Gebetsrufe gehörten „in keiner Weise nach Dänemark“. Zudem sagte der Minister demnach, wer durch Dänemark gehe, solle nicht den Eindruck bekommen, in einem Vorort von Islamabad gelandet zu sein. Dänemark müsse „vor der Islamisierung geschützt werden, die im öffentlichen Raum ohnehin schon zu viel Platz einnimmt“, erklärte der Minister. Er ist seit Anfang Juni Einwanderungs- und Integrationsminister in der sozialdemokratisch-geführten Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

Im Folketing liegt ein Antrag der konservativen Dansk Folkeparti vor, der die Regierung verpflichten soll, bis Ende 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen. Dieser soll lautsprecherverstärktes Gebet oder Gebetsruf im öffentlichen Raum verbieten. Der Antrag wurde am 9. Juni eingebracht und am Donnerstag zur ersten Lesung auf die Tagesordnung gesetzt.

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