Currywurst mit Pommes verschwindet aus dem ICE-Bordbistro

vor etwa 1 Monat

Currywurst mit Pommes verschwindet aus dem ICE-Bordbistro
Bildquelle: Tichys Einblick

In den Bordbistros bei der Deutschen Bahn gibt es keine Currywurst mit Pommes Frites mehr. Das zuletzt beliebteste Essen in IC und ICE fällt der EU zum Opfer. Stattdessen gibt es nur noch Currywurst mit Brötchen oder sogenannten „Kartoffelecken“.

Grund ist die Verordnung (EU) 2024/573 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Februar 2024 über fluorierte Treibhausgase (F-Gase), zur Änderung der Richtlinie (EU) 2019/1937 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 517/2014. Sie verbietet Tiefkühlgeräte mit den bisher verwendeten Kältemitteln, die in den Zügen unter anderem zur Lagerung tiefgefrorener Pommes Frites dienten.

Die Bahn baut also bis Ende dieses Jahres in sämtlichen Bordbistro-Wagen die Tiefkühlaggregate aus und ersetzt sie durch normale Kühlgeräte. Das hört sich einfacher an, als sich das ein EU-Funktionär vorstellen kann. Es gibt erhebliche Hürden für Konstruktion und Zulassung: Der Umbau von Kälteanlagen in Schienenfahrzeugen ist extrem komplex. Alternative, zukunftssichere Kältemittel wie Propan (R290) sind hochentzündlich. Ihr Einsatz in den engen Räumen eines Zuges erfordert aufwendige Sicherheitszertifizierungen, spezielle Belüftungssysteme und neue Brandschutzzulassungen durch das Eisenbahn-Bundesamt.

Um den enormen finanziellen und logistischen Aufwand zu umgehen, vereinfacht die Bahn ihre Systemgastronomie und streicht die Pommes Frites. Ohne Tiefkühlung können gefrorene Pommes Frites nicht mehr gelagert werden, sie würden vor dem Frittieren und Backen matschig und verderben. Einfache Kartoffelecken hingegen lassen sich leichter im normalen Kühlsegment transportieren und zubereiten.

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