Continental steht seit Monaten exemplarisch für die tiefgreifenden Herausforderungen, die die gesamte deutsche Automobilindustrie zu bewältigen hat. Die Zahlen sprächen Bände. Im dritten Quartal 2024 musste der Dax-Konzern einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent in der Zulieferersparte „Automotive“ hinnehmen. Dieser Bereich umfasst unter anderem Elektronik, Bremsen und Innenausstattung.
Ein Lichtblick bleibt das Reifengeschäft: Hier verzeichnete der Konzern einen Umsatzanstieg von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders positiv wirkte sich dabei der erfolgreiche Verkaufsstart von Winterreifen in Europa aus, der die Bilanz in diesem Bereich stützte.
Um den Herausforderungen zu begegnen, setzt der Konzern seit Monaten auf einen strikten Sparkurs. Ziel ist es, jährlich rund 400 Millionen Euro einzusparen. Zudem steht schon länger die Abspaltung der angeschlagenen Automotive-Sparte vom profitableren Reifengeschäft im Raum. Bereits im August hatte die Continental AG angekündigt, diese Möglichkeit intensiv zu prüfen.
Nun wird das Vorhaben konkret: Der Continental-Vorstand unter der Leitung von Nikolai Setzer hat am Montag den nächsten Schritt eingeleitet, um die Automotive-Sparte abzuspalten. Nach einer mehrmonatigen Detailanalyse hat das Führungsgremium einen Vorstandsbeschluss gefasst, der den Weg für die Trennung frei macht.
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