In der deutschen Öffentlichkeit wurde es nie groß thematisiert: Wissenschaftler des IPCC kamen grundlegenden wissenschaftlichen Standards der Daten- und Methodentransparenz nicht nach. NIUS arbeitet auf, was lange zurückliegt, aber bis heute hochaktuell ist.
Der Weltklimarat IPCC gilt als höchste wissenschaftliche Autorität der internationalen Klimapolitik. Auch das Bundesverfassungsgericht stützte sich in seinem historischen Klimabeschluss von 2021 primär auf seine Erkenntnisse. Aufgabe des IPCC sei es, „in einer umfassenden und objektiven Weise den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel darzustellen“, heißt es darin. Doch Wissenschaft kann nur dann sachliche Autorität beanspruchen, wenn sie ihre eigenen Voraussetzungen erfüllt. Ihre elementarste Bedingung lautet: die vollständige Nachvollziehbarkeit des Erkenntnisweges. Wissenschaftlich sind Behauptungen nur dann, wenn Daten, Methoden und Rechenwege von jedermann überprüft werden können.
Schon Anfang der 2000er Jahre entzündete sich diesbezüglich ein Konflikt. Der kanadische Rohstoff- und Bergbauspezialist Stephen McIntyre begann, die berühmten Temperaturrekonstruktionen des „Hockeyschlägers“ nachzuvollziehen (NIUS berichtete ausführlich), nachdem seine Regierung diese in einer offiziellen Darstellung übernommen hatte. Der Mathematiker erwartete Zugang zu Daten und Rechenmodellen – doch er stieß auf eine Kultur der Abschottung.
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