Ob Bundesparteitage der Union je die Aufgabe hatten, im Austausch von Argumenten um die Positionierung der Partei zu ringen? Debatten zu führen, bei denen das Ergebnis nicht schon vorher feststand? Friedrich Merz müsste das eigentlich noch wissen. Aber sollte das je der Fall gewesen sein, dann sind diese Zeiten jedenfalls längst vorbei.
Der kommende Bundesparteitag in Stuttgart, der gut zwei Wochen vor der Wahl in Baden-Württemberg Rückenwind entfalten soll, hat unter anderem die Aufgabe, einen neuen Bundesvorstand zu wählen. Weil es kurz so aussah, als könnte es für die fünf Stellvertreterposten sechs Bewerber geben, soll nun rasch die Zahl der zu wählenden Stellvertreter auf sechs erhöht werden – und schon sind wieder alle zufrieden. Alle, die kandidieren, dürfen sich schon vorher als gewählt betrachten. Und es bleibt die wenig spannende Frage, ob es denn beim Vorsitzenden und den anderen Vorstandsmitgliedern zwei oder drei Prozent mehr oder weniger werden. Oder wie lange nach der Rede des Parteivorsitzenden geklatscht wird.
Friedrich Merz bekommt bei seiner Wiederwahl die Vertrauensprobe mitgeliefert.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










