Bosch, VW, Daimler: Deindustrialisierung kostet Deutschland 300.000 Arbeitsplätze in nur zwei Jahren

vor 9 Monaten

Bosch, VW, Daimler: Deindustrialisierung kostet Deutschland 300.000 Arbeitsplätze in nur zwei Jahren
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Die Deindustrialisierung in Deutschland nimmt immer bedrohlichere Züge an. Was zunächst nach einer abstrakten Warnung klang – und damals von der Politik geleugnet wurde – belegen nun die nackten Zahlen: Laut aktuellem Bericht der Bundesagentur für Arbeit sind in den letzten zwölf Monaten 154.000 Jobs im verarbeitenden Gewerbe verloren gegangen. Bereits im Jahr zuvor belief sich der Stellenabbau auf 65.000 Jobs.

Besonders hart trifft es die Leiharbeiter, die zu rund zwei Dritteln im industriellen Bereich eingesetzt werden. Hier zeigt sich ein ähnlich dramatisches Bild: Im selben Zeitraum verschwanden weitere 52.000 Arbeitsplätze, nach 73.000 im Vorjahr. Zusammengerechnet: In nur zwei Jahren sind in der deutschen Industrie rund 300.000 Jobs verschwunden.

Diese Zahlen sind kein statistisches Rauschen mehr, sondern ein klarer Beweis für eine Entwicklung, die längst in den Alltag vieler Regionen vorgedrungen ist. Was volkswirtschaftlich unter dem sperrigen Begriff „Deindustrialisierung“ diskutiert wird, bedeutet für hunderttausende Menschen Arbeitsplatzverlust – und für viele Familien die Angst vor einer ungewissen Zukunft.

Stefan Grosch (r), Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, verkündete kürzlich den Stellenabbau

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