Bei Maybrit Illner: Scholz sieht nur Putins Verhalten als Grund für Inflation

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Bei Maybrit Illner: Scholz sieht nur Putins Verhalten als Grund für Inflation
Bildquelle: Apollo News

Am Donnerstag war Bundeskanzler Olaf Scholz bei Maybrit Illner, in ihrer tausendsten Sendung. Zu Beginn der Sendung wurde eine Allensbach-Umfrage erwähnt, nach der 64 Prozent der Deutschen nicht mit der Politik von Scholz einverstanden sind, nur elf Prozent sind mit seiner Politik einverstanden. Illner bezeichnete das Ergebnis als “einsamen Rekord”. Sie verwies darauf, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder auf zwölf Prozent gekommen war.

Das Gespräch kam auch auf das Thema Inflation. Illner sagte, dass die Inflation in den letzten drei Jahren stark gestiegen sei, Mieten und Steuern haben sich erhöht. Sie fragte den Bundeskanzler: “Kommen Sie erst sehr spät auf den Gedanken, dass die Menschen tatsächlich ärmer geworden sind, in dieser Politik und in dieser Zeit?” Daraufhin wehrte Bundeskanzler Scholz sofort ab: “Na, jetzt sollten Sie Herrn Putin nicht ganz rauslassen, der hat die Gaslieferungen nach Deutschland eingestellt. Fünfzig Prozent des Gases in Deutschland.” Weiter sagte er: “Alle haben mit einer riesigen Wirtschaftskrise für zehn, zwanzig Jahre gerechnet. Dass Fabriken für immer schließen, dass die Preise noch weiter explodieren als sie bereits explodiert sind.” Es sei der Subventionspolitik der Bundesregierung zu verdanken, dass sich die Situation nicht noch schlimmer entwickelt habe.

Illner fragte, warum Olaf Scholz den Menschen nicht sage, dass härtere Zeiten kommen werden. Auch auf diese Frage verwies Scholz auf den Ukraine-Krieg, der “unglaubliche Konsequenzen” habe. Um mit der Situation umzugehen, habe man eine Reihe von Maßnahmen wie stabile Renten beschlossen. Eine Selbstkritik ist aus seinen Antworten nicht erkennbar. Dass die Inflation in Deutschland auch mit der verfehlten Energiepolitik zu tun hat, zum Beispiel mit der Abschaltung der Atomkraftwerke, ist für ihn nicht der Rede wert.

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