SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wirbt seit Längerem für den verstärkten Einsatz von „grünem Stahl“ und versucht immer wieder, politische Leitplanken dafür zu setzen. Jüngst sprach er sich im Talk von Markus Lanz dafür aus, die deutsche Automobilindustrie zu einer festen Abnahme von im Inland produziertem grünem Stahl zu verpflichten. Mehrere Fachleute laufen jedoch dagegen Sturm.
Die Vision vom „grünen Stahl“ gilt seit Jahren als ein zentrales industriepolitisches Projekt im Umfeld klimapolitischer Strategien. Insbesondere Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck pushte das Thema. Inzwischen sind auch weite Teile der aktuellen Regierung von der Idee begeistert, emissionsarm Stahl zu produzieren.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, der sich bereits im vergangenen Jahr für eine stärkere Förderung und Nutzung von grünem Stahl ausgesprochen hatte, geht nun einen Schritt weiter. Im Talk von Markus Lanz warf er in den Raum, die Nachfrage politisch abzusichern – etwa durch verbindliche Vorgaben für Schlüsselindustrien wie den Automobilsektor. Die Frage sei, so Miersch: „Wollen wir einen festen Satz der Automobilhersteller verpflichten, einen festen Satz grünen Stahls zu verarbeiten?“
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